Robert’s Voyager 600 LW

Kaufdatum: Herbst 2010

Wetter-/Klimabedingungen: 3 Jahreszeitentüte

Art des Einsatzes: was man mit ‘ner 3JZ Tüte so anstellt, mit Augenmerk auf Tarp/ SL3/ ohne alles – Übernachtungen

Hersteller: Robert’s Outdoor Equipment

Modellbezeichnung: Voyager 600 LW – mit zusätzlicher Kammer

Modelljahr: 2010

Herstellerlistenpreis: variiert nach verwendeten Materialien, Füllmengen und -qualitäten zwischen 255,- und 404,- in Standardabmessungen

Preis bei Direkterwerb vom Hersteller: 370€ + 12€ Versand

Garantie: ? ich vermute mal, es gibt EU Regelungen, die mit den deutschen Verbrauchergesetzen annähernd deckungsgleich sind – 2 Jahre Garantie also? – bei so einer kleinen Klitsche gibt’s mit Reparaturen o.ä. aber wahrscheinlich eh keine Probleme.

Bewertung der Verarbeitungsqualität: sehr gut

Temperaturbereich: -8/-15 laut Hersteller, aber wir wissen ja, dass solche Angaben nicht allgemein taugen

Außenmaterial: Pertex Endurance
Innenmaterial: Pertex Microlight

Füllung : Gänsedaune 800+cuin EU-Norm
Größe und Füllmenge: Größe LW (Large Wide) + zusätzliche Kammer, um 10cm Liegelänge zu addieren, 670g Füllung

Reißverschlüsse: YKK- Zwei-Wege-RV (volle Länge)

Kordelzüge: Wärmekragen elastisch, Kapuze unelastisch

Verteilung der Füllung: Auf meinen Wunsch wurde die Daune gleichmäßig verteilt und Seitentrennungen eingearbeitet

Packmaß LW extra lang: ca. 32cm x 23cm

Gewicht: nachgewogen 1440g, Packsack 30g

Konstruktion: H-Kammern, einlagig mit Seitenstegen

Besondere Details:

  • der Wärmekragen hat den Kordelzug in der Mitte, so dass man bei zugezogenem Kragen keinen Zug spürt, des Weiteren wird der Velcroverschluss von einem circa 10cm langen Wurmfortsatz des Wärmekragens überdeckt, somit stört auch dieser bei geschlossenem Kragen nicht
  • der RV-Abdeckwulst ist durch eine Kunstfaserlage versteift, auf der Innenseite sind wie üblich Daunen im Tunnel. Funktioniert sehr gut

Passform: sehr gut

Bedienkomfort: sehr gut

Alter Testperson: 31
Geschlecht Testperson: sehr männlich 🙂
Outdoorerfahrung Testperson (1-wenig bis 7-hoch): 1
Interneterfahrung Testperson (1-wenig bis 7-hoch): 7

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Hier ein Kragendetail. Man sieht, dass der Kordelzug mittig verläuft und der Velcro großzügig unterlegt ist.

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Die RV-Abdeckung. Performancetheoretisch sinnvoll angelegt: Microlight innen, dann Daune, dann Kufa, dann Endurance. Also an der Stelle, wo eine Kältebrücke konstruktionsbedingt unvermeidbar ist (RV), den Taupunkt in die Kufa zu verlegen ist schon irgendwie ein geiles Konstruktionsdetail :wink: (auch wenn der Gedanke wahrscheinlich eher der war, dass der RV nicht verklemmen soll).

Um mich hier noch mal selbst zu zitieren: Die RV Abdeckung… ist ein Thema für sich, WM setzt auf diesem Gebiet Maßstäbe, zumindest bei den Säcken, die nicht aus der Extremlite-Serie sind, nicht mal mein Widgeon läuft perfekt. Ich hatte ‘nen Cumulus zur Ansicht – Katastrophe. Umso erfreulicher: Robert’s hat dieses Problem zumindest beim Modell Voyager perfekt gelöst! Der robuste RV gleitet wie ein junger Gott, oder wie sagt man?

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Gewöhnungsbedürftig für den User hochwertiger US-Schlafsäcke, die ein unscheinbares, entfernbares weißes Etikett mit Typenbezeichnung am Fußende gewohnt sind, ist die Robert’sche Beschilderung in mannshohen Lettern: :mrgreen:

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Der Vollständigkeit halber übernehme ich noch einen Teil meiner Ergüsse aus dem Thread “Penntütenabstufung”:
Der Roberts hat eine Endurance Hülle, was ich beim angepeilten Einsatzgebiet sinnvoll finde. Aber zur Frage: Absolut top verarbeitet, steht WM und Co in nix nach. Ist halt nicht so aufwendig wie FF und Valandre mit ihrer Tuckstitch Technik, für die man ja jedes Hüllenteil einzeln schneiden muss. Muss aber auch nicht, macht WM ja auch nicht.

Die Kapuze wirkt erstmal nicht so super wie die vom FF (die aber auch die Speerspitze der Kapuzentechnologie bildet ), ist aber trotzdem durchdacht. Die Kammerteile sind so angeordnet, dass beim Schließen absoluter Rundumschutz ohne Daunenkompression gewährleistet ist.
Die Materialien sind robust, so wie ich’s wollte, Pertex Endurance außen und Microlight innen. Geht natürlich leichter (Robert’s verarbeitet auch Quantum usw.), wollte ich aber nicht.

So, Freunde der hochwertigen Gear, hoffe dem ein oder anderen gefällt das Format dieser Produktvorstellung. Wenn ich demnächst Lust und Zeit hab, stelle ich nochmal die Robert’s Arcturus Expedition Jacket customized vor.
Buy on!

Murph